Ein weiterer Vorteil dieser dünnen Filme liegt darin, dass viele optische Schaltkreise auf kleinsten Raum komprimiert werden können. Wessels hält damit eine ähnliche Entwicklung für möglich, wie sie bisher bei der Miniaturisierung von Silizium-Chips zu beobachten war. Auf einige solcher optischen Komponenten hat Wessels bereits Patente angemeldet.
So wie Glasfaserkabel große Datenmengen mit Lichtgeschwindigkeit im Internet transportieren, können optische Komponenten die Verbindungen in Computern und lokalen Netzwerken beschleunigen. Dazu entwickelten nun US-Forscher der Northwestern University in Evanston dünne elektro-optische Filme, die die Basis für schnellere optische Schaltkreise bilden könnten.
Wir brauchen günstige elektro-optische Schaltkreise, die mit hoher Geschwindigkeit und niedrigen Spannungen arbeiten. Unsere dünnen Filme haben diese Eigenschaften, hebt Entwickler Bruce W. Wessels die Vorteile seiner Technologie hervor. Seine dünnen Schichten aus ferroelektrischem Material sind weniger als ein millionstel Millimeter dick. Mit Lasern und Lichtsensoren gekoppelt, erlauben sie einen so großen Datenfluss, wie er mit bisheriger Technik nicht möglich ist. Schaltkreise, die auf diesem Material aufbauen, arbeiten bei Frequenzen von bis zu 20 Gigahertz. “Diese Ergebnisse sind zehnmal besser als bei den bisher getesteten rein elektronische Elementen”, so Wessels.
Jan Oliver Löfken





