Diese Kombination verdankt die Folie neben der ungewöhnlichen Form der Poren auch der Tatsache, dass diese alle etwa gleich groß sind, während sie in herkömmlichen Membranen häufig ein breites Größenspektrum aufweisen. Sie entstehen durch eine Verschiebung der Molekülketten im Kunststoff, wenn er auf über 400 Grad Celsius aufgeheizt wird. Das hat zudem den Vorteil, dass das neue Material auch bei höheren Temperaturen arbeitet, wie sie unter anderem für einen Einsatz in Brennstoffzellen notwendig sind.
Die potenziellen Anwendungen der Membran sind vielfältig, schreiben die Wissenschaftler. Ihnen schwebt vor allem ein Einsatz bei der Aufreinigung von Erd- und Biogas vor. Beide Gase enthalten das energiereiche Methan und zusätzlich unterschiedlich große Anteile des nicht brennbaren Kohlendioxids, das die Brennstoffe sozusagen verdünnt und daher abgetrennt werden muss ? ein Prozess, der wegen der ähnlichen Größe der Kohlendioxid- und Methanmoleküle technisch jedoch schwierig ist.
Mit kleinen chemischen Modifikationen könnte die neue Membran außerdem helfen, Wasserstoff aus Luft zu gewinnen oder Salze und andere unerwünschte Substanzen aus Trinkwasser zu entfernen. Ganz soweit sei es allerdings noch nicht, gibt Ho Bum Park von der Hanyang-Universität in Seoul zu bedenken: “Es ist noch einige Forschung nötig, um den Gas- und Ionentransport durch diese Membranen zu verstehen”.





