Der Sommer ist die Zeit der Radler – und die Zeit für Neuerungen bei den Drahteseln. Eines hat sich bei Fahrräder in den letzten Jahrzehnten jedoch kaum verändert: die Schaltung. Sie basiert meist auf der Ketten- oder der Nabentechnik. Nun hat der Karlsruher Ingenieur Eckart Hettlage eine neuartige Schalttechnik entwickelt: die Zahnriemenschaltung. Anders als bei der Kettenschaltung wird die Kette des Rads nicht zwischen unterschiedlich großen Kettenblättern hin und her geschoben, um den Gang zu wechseln. Stattdessen läuft die Kette stets in einer Linie. Die Ritzel der Kettenschaltung sind durch eine Scheibe aus Kunststoff ersetzt. Auf ihr sitzen mehrere bewegliche Segmente, die eine Art dehnbares Zahnrad bilden. Ein Riemenspanner passt die Größe des Zahnrads beim Schalten an den eingelegten Gang an. Die Technik verringert den Materialverschleiß, die Bauteile aus Kunststoff müssen nicht geölt oder gereinigt werden. Man kann auch während des Tretens mühelos schalten, ohne dass die Kette herausspringt. Und das Schalten ist angenehmer, denn das bei herkömmlichen Schaltungen übliche Ruckeln fehlt. Die Firma RiGo Spanntechnik hat ein Mountainbike mit Zahnriemenschaltung ausgestattet. Preis: rund 3000 Euro.





