Klingt zwar beeindruckend, ist aber nur ein hochgestochener Name für die ganz normale Bäcker- oder Bierhefe. Man kann sie ähnlich leicht züchten wie E. coli, denn sie teilt sich etwa alle 90 Minuten. Im direkten Vergleich mit den Bakterien punktet sie mit inneren Werten: S. cerevisiae ist ein Pilz und damit genauso wie menschliche Zellen ein Eukaryot (siehe „Basiswissen Zelle”, Folge 1). Da sie zudem einen einsiedlerischen einzelligen Lebensstil pflegt, ist sie das optimale Modell einer höheren Zelle: Es ist alles drin, was reingehört, aber nicht mehr. Und ihr für eine eukaryotische Zelle sehr kleines Genom von 13,1 Millionen Basenpaaren macht vieles leichter. Da wundert es nicht, dass an Hefen vor allem komplizierte Dinge wie die Gen-Regulation und der Zellzyklus entdeckt wurden. Die kleinen Pilze sind außerdem ein beliebtes Modell für Alterungsprozesse. Übrigens: Genetisch sind Hefe und Mensch zu etwa 30 Prozent identisch.





