Verteilt in einer Flüssigkeit werden die Teilchen auf die zu beschichtenden Oberflächen gebracht. In einem elektrischen Feld können die Wissenschaftler die Teilchen rotieren lassen. Dadurch ändert sich deren Ausrichtung und so ihre Farbe. “Die Fähigkeit diese elektrisch schaltbare Polarisationsempfindlichkeit in einem Material zu erzeugen, mit dem sich flache und gebogene Oberflächen beschichten lassen, ist einzigartig und wohl der spannendste Aspekt dieser Technologie”, beurteilt Marshall die Bedeutung der Forschung auf diesem Gebiet.
Allerdings richten sich die Flüssigkristallstückchen nicht immer so aus, wie die Forscher das gerne hätten. “Noch haben wir nicht die volle Kontrolle über die Bewegung der Flüssigkristallstücke”, berichtet Doktorandin Tanya Kosc. “Manchmal machen sie einen kompletten Salto anstatt an dem von uns gewünschten Punkt der Drehung zu halten.”
Sollte es den Forschern gelingen, die wirbelnden Teilchen zu disziplinieren, sind vielseitige Anwendungen der neuen Technologie vorstellbar: Von überschreibbarem Papier, das auch an einen Computer angeschlossen werden kann, über regelbare Farbfilter bis zu Fahrzeugen oder Tapeten, die ihre Farbe ändern können.




