Technik
Guter Käse muss zum Teil monatelang in Kellern oder Höhlen bei gleich bleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit reifen. Dabei wird jeder Laib in regelmäßigen Abständen mit Wasser oder Salzlake abgerieben. Da in einem Käsekeller aber mehrere Hundert Laibe lagern, von denen manche bei einem Durchmesser von einem Meter bis zu 100 Kilogramm wiegen, ist dies sehr anstrengend und zeitaufwendig. Das Schweizer Unternehmen LEU Anlagenbau hat jetzt in Zusammenarbeit mit Siemens einen Roboter entwickelt, der die Pflege der Käselaibe übernimmt. Er fährt durch die Gänge, nimmt die Laibe aus ihren Gestellen, bürstet sie ab, wäscht sie und legt sie wieder zurück. Eine neuartige frei programmierbare Steuerung der Greifvorrichtung sorgt dafür, dass der Käse nicht beschädigt wird. Die Daten über Pflegezeit, Bürstendruck oder Größe und Konsistenz der Laibe werden dem Roboter über einen Touchpad eingegeben.
Hans Groth





