Der Schneckenjäger könnte vor allem Bauern nützen: Allein die britischen Landwirte wenden jedes Jahr umgerechnet rund 60 Millionen Mark für die Schneckenbekämpfung auf. Laut Kelly kriechen auf einem Weizenfeld bis zu 200 Schnecken pro Quadratmeter.
Britische Wissenschaftler haben einen Roboter entwickelt, der in Zukunft über Felder patrouillieren und Schnecken aufspüren und fressen soll. Dabei ist der Schneckenkiller völlig unabhängig: Der Roboter werde mit Biogas aus den vergärten Schnecken betrieben, sagte Ian Kelly von der Universität von West-England dem Nachrichtensender BBC.
Die ersten Feldversuche hat der Roboter bestanden. Rund 70 Prozent der Schnecken konnte er mit seiner Kamera aufspüren. Diese ist zusammen mit Rotlichtdioden, welche die Schleimspur sichtbar machen, vorne an einem zwei Meter langen Schaufelarm befestigt. Damit baggert sich der vierrädrige Roboter die Schnecken und wirft sie in seinen internen Bioreaktor, wo die Tiere vergären.
ddp/bdw – Knut Zimmer





