Internet-Daten bilden Roboter-Verstand
Es handelt sich bei Robo Brain um ein Computersystem, das sich automatisch öffentlich zugängliche Video-, Bild- und Text-Informationen aus dem Internet zieht und diese dann verarbeitet, berichten die Forscher. Aus den kombinierten Informationen kann das System Erkennungsmerkmale von Gegenständen ermitteln sowie erfassen, welche Begriffe Menschen für sie benutzen und wie sie sich im Zusammenhang mit den Objekten verhalten. Es kann beispielsweise lernen, wie verschiedene Arten von Mützen aussehen können und wie sie aufgesetzt werden, wie weit entfernt Menschen durchschnittlich vor einem Fernseher sitzen und welche Sitzhaltungen sie dabei einnehmen und so weiter.
Prinzipiell ähnelt das System dem Lernverhalten des Menschen und auch unserer modernen Informationsbeschaffung, sagen die Forscher: “Mit Computern und Smartphones haben wir Zugang zu einer enormen Vielfalt an Informationen. Wenn nun ein Roboter mit einer Situation konfrontiert ist, die er nicht versteht, wird er Robo Brain befragen können”, so Saxena.
Die Forscher haben für das Projekt unter http://robobrain.me eine Website eingerichtet, auf der man Informationen rund um Robo Brain findet und auch erfahren kann, was das System gerade gelernt hat. Die Nutzer sind den Wissenschaftlern zufolge eingeladen, Kommentare und Anregungen abzugeben, die der Entwicklung des Systems dienlich sein könnten. Auf der Startseite wird der Besucher begrüßt: “Hallo ich bin Robo Brain. Ich durchsuche das Internet, um Konzepte zu lernen…”
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