von RALF BUTSCHER
Der Anblick hat etwas Magisches: Mitten im dunklen, fensterlosen Raum steht ein großer gläserner Kasten, wie ein riesiges Aquarium. Doch hinter seinen Scheiben tummeln sich keine Fische, sondern dort hängt, tiefschwarz und im Licht einer fahlen Beleuchtung schimmernd, ein mächtiges zylinderförmiges Objekt. Was sich hinter seiner schützenden schwarzen Hülle verbirgt, übt nicht nur auf viele Physiker tatsächlich eine magische Wirkung aus: Das Gebilde, ein filigranes Gespinst aus Drähten, Mikrochips, Kühl- und Steuerelementen, ist ein Quantencomputer – der leistungsstärkste auf europäischem Boden. Techniker des IT-Konzerns IBM haben ihn in monatelanger Feinarbeit in einem abgeschirmten Raum der Zentrale des Unternehmens für Deutschland, Österreich und die Schweiz in Ehningen aufgebaut, rund 25 Kilometer von Stuttgart entfernt. Seit Anfang 2021 ist die exotische Rechenmaschine in Betrieb.





