Auf der Suche nach Rechen-Prinzipien für die Computerära nach den heutigen Halbleiter-Chips gilt die Spintronik als aussichtsreicher Ansatz. “0” und “1” wird nicht mehr durch die Ladung von Elektronen kodiert, sondern durch den Spin dieser Teilchen. Je nach Drehrichtung – Spin hoch oder Spin runter – ergeben sich diese digitalen Basiswerte. Dieser Spin kann über ein winziges Magnetfeld geschaltet werden.
Da der Spin nach einem Schaltvorgang auch ohne Stromzufuhr in den Elektronen im Kunststoff erhalten bleibt, könnte sich ein Computer die letzte Einstellung vor dem Abschalten merken. Wichtige Daten gingen auch bei einem Rechner-Absturz nicht verloren. Zudem erübrigt sich mit solchen zukünftigen Spintronik-Chips das zeitaufwändige “Booten” eines Computers.
Mit weiteren Entwicklungen könnten magnetische Kunststoffe sogar zu flexibelen Computer-Chips führen, die problemlos in mobile Geräte oder sogar in intelligente Kleidung, so genannte “Wearables”, eingesetzt werden könnten. Für die Herstellung solcher Plastikschaltkreise wollen die Wissenschaftler das Lithografie-Verfahren bei Silizium-Chips durch das einfache Drucken dieser Kunststoff-Elektronik nach dem Prinzip eines Tintenstrahldruckers ersetzen.





