Die Qualität der Aufnahmen soll so hoch sein, dass sich die Fahrer von Schneepflügen ein genaues Bild von unter dem Schnee verborgenen Hindernissen machen können, erläutert Lasky. Schließlich könne den Fahrern nicht zugemutet werden, während der Fahrt noch komplizierte Radaraufnahmen auswerten zu müssen. Auch bei der Suche nach Lawinenopfern soll das Radargerät einmal helfen. Nach Einschätzung von Lasky ist das Gerät durchaus in der Lage, die Umrisse eines im Schnee Verschütteten zu erkennen.
Amerikanische Ingenieure haben ein Radargerät entwickelt, mit dem sich unter eine geschlossene Schneedecke schauen lässt. Das Gerät könnte den Fahrern von Schneepflügen die Arbeit erleichtern oder nach Lawinenunglücken bei der Suche nach Verschütteten helfen, berichtet der Online-Dienst des Fachmagazins “Nature” (2. März).
Die Radiowellen herkömmlicher Radargeräte liefern meist nur schlechte Bilder von unter Schnee verborgenen Objekten. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Schnee durch Salz und Staub verunreinigt ist, wie es häufig auf den Straßen der Fall ist. Die Wissenschaftler um Ty Lasky von der Universität im kalifornischen Davis konnten die Bildqualität jedoch durch den Einsatz neuer Materialien stark verbessern, die Radiowellen im Vergleich zu gewöhnlichen Linsen in entgegengesetzter Richtung brechen. Mithilfe dieses Effekts lassen sich die Strahlen so fokussieren, dass ein detailreicheres Bild entsteht.
ddp/bdw ? Ulrich Dewald





