Nur mit dieser gleichmäßigen Verteilung kann der Baustein in opto-elektronischen Bauteilen, die bevorzugt die Wellenlängen um 1650 Nanometer nutzen, sinnvoll verwendet werden. Zwar verliert das Licht durch diese pfiffige, kristalline Gabelung noch an Intensität, doch wollen die Forscher diesen Nachteil bald in den Griff bekommen.
Winzigen Lichtleitern gehört in der Datenverarbeitung die Zukunft. Nicht nur in Glasfaserkabeln, auch in den leistungsstarken Computern von morgen könnten Bits und Bytes mit Licht transportiert und verarbeitet werden. US-Forscher entwickelten dazu einen weiteren Grundbaustein: Ein so genannter photonischer Kristall in Form eines “Y” spaltet dabei erstmals Licht im technologisch wichtigen, infraroten Wellenlängenbereich zwischen 1640 und 1680 Nanometern auf, berichtet das Fachblatt Optics Letters (Vol. 27, S. 1400).
Das Licht wird durch einen einfallenden Wellenleiter geführt und durch den Y-Splitter getrennt, beschreiben John D. Joannopoulos vom Massachusetts Institute of Technology und seine Kollegen das Prinzip des flachen Kristalls. Für eine technische Anwendung wird dieser Kristall mit rund 260 Nanometer kleinen Strukturen dadurch interessant, dass er die Lichtintensität exakt 50:50 aufteilt. Dabei laufen die gespaltenen Lichtstrahlen unter einem Trennwinkel von 120 Grad weiter.
Jan Oliver Löfken





