Seit August 2008 hat die Fußball-Fangemeinde einen neuen Treffpunkt im Internet: Auf der Website www.90elf.de werden alle Spiele der ersten und zweiten Bundesliga live übertragen. Zusätzlich versorgen die Macher dieser Internet-Seite die Fans rund um die Uhr mit Hintergrundinformationen zum runden Leder. Zusammen mit dem Elektronikhersteller TerraTec haben sie nun zudem ein Webradio entwickelt, mit dem man auch ohne PC bei den Spielen der deutschen Fußballligen mitfiebern kann.
Schlicht, aber praktisch ausgestattet – das ist der erste Eindruck, den das graue klotzförmige „Noxon 90elf” vermittelt. Ein großer Lautsprecher, eine Handvoll Knöpfe und ein Display bilden die Oberfläche des Internet-Empfängers. Ihn mit Strom zu versorgen, ist ein Kinderspiel. Sobald man das Gerät mit der Steckdose verbunden und eingeschaltet hat, leuchtet das Display auf – und es kann losgehen. Gar nicht so leicht ist es dagegen, das Radio ans Internet anzuschließen. Dazu hat man zwei Möglichkeiten: über ein Netzwerkkabel oder drahtlos per WLAN. Wer keine ausreichenden Kenntnisse über sein Netzwerk und die Sicherheitseinstellungen des Internet-Routers besitzt, könnte dabei leicht ins Schleudern kommen. Doch ein Blick in die sehr gut gegliederte und geschriebene Gebrauchsanleitung hilft weiter.
Ist die Hürde des Verbindens von Radio und Web gemeistert, bietet das Gerät neben dem Bundesligakanal noch rund 11 000 weitere Rundfunksender, auf die man ausweichen kann, wenn die Fußballer mal mau spielen – und etwa Musik, Nachrichten oder ein Kulturprogramm hören. Steuern lässt sich das Noxon 90elf über eine mitgelieferte Fernbedienung, deren Handhabung zweckmäßig und einfach ist.
Echte Bundesliga-Fans verweilen natürlich gern bei 90elf. Dort ist man über Tore und Platzverweise auf dem Laufenden – und erfährt auch die Schmankerl am Rande des Spielfelds: etwa das Lieblingsgericht von Lukas Podolski. Allerdings: Nur wer eine Flatrate hat, kann das Radio laufen lassen, ohne die Internet-Gebühren in die Höhe zu treiben. Preis: rund 150 Euro. Sandra Murr





