In einer indischen Papierfabrik wird Fotokopierpapier aus einem Abfallprodukt des Zuckerrohrs hergestellt. Das Papier, das von Chemikern der Firma Tamil Nadu Newsprint and Papers Ltd. entwickelt wurde, besteht zu 75% aus Bagasse und zu 25% aus Eukalyptusfasern. Bagasse ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrohr als Abfallprodukt entsteht.
Um weißes Papier zu erhalten, muss der Zellstoff, der Ausgangsstoff für die Papierherstellung, gebleicht werden. Zum Bleichen des aus Bagasse hergestellten Zellstoffes werden weniger Chemikalien als zum Bleichen eines aus Holz gewonnenen Zellstoffes verwendet, die Umweltbelastung wird dadurch verringert. Die Papierfabrik produziert auch einen Großteil der von ihr benötigten elektrischen Energie mit eigenen Windkraftanlagen, und die Abwässer werden wieder aufbereitet, um die Zuckerrohrfelder zu bewässern. Der bei der Papierherstellung entstehende Schlamm wird zu Kompost verarbeitet.
Die Entwicklung dieser umweltfreundlichen Papierfabrik wurde von der Weltbank unterstützt.
Ralf Möller





