Als Zubringersystem zur eigentlichen Maschine haben die Forscher Tunnel gebaut, in denen die Zellen entlang schwimmen können. Diese haben ein Drittel der Dicke eines menschlichen Haares. Eine Zelle gleitet durch den Eingangskanal und wird vom Kiefer geschnappt, wobei sie sich leicht verformt. Dann wird sie bearbeitet und kann danach wieder unversehrt durch den Ausgangskanal aus der Maschine schwimmen.
Als Material für die Mikromaschine wählte Okandan Siliziumnitrid, da es transparent ist und der Vorgang so beobachtet werden kann. Zugleich ist es ein Isolator, so dass auch elektrische oder magnetische Felder angelegt werden können.
Die Mikromaschine ist nach Angaben der Wissenschaftler einfach und billig in Serie herzustellen. So könnten mehrere der Mikromaschinen parallel arbeiten. Zehn von ihnen würden gemeinsam zehn Zellen pro Sekunde bearbeiten, gleichgültig ob Blut- oder Stammzellen.
Bislang fehlt eine Vorrichtung zum Einspritzen von Stoffen, doch es soll der nächste Schritt der Forscher sein, eine passende Mikronadel zu bauen.




