Der Automobilhersteller Opel hat am Dienstag in Bochum ein neues Erdgas-Auto vorgestellt, das auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden kann. Im Modell Zafira 1.6 CNG sorgt ein 14-Liter-Benzintank dafür, dass die Gesamtreichweite des Fahrzeugs von 350 auf 500 Kilometer steigt. So könne immer, wenn keine Erdgastankstelle in der Nähe sei, der Fahrer auf Benzinbetrieb umschalten, sagte der Direktor der Opel Werke Bochum, Jan Brems.
Das Auto zeichne sich durch hohe Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit aus, betonte Brems. Dank eines hohen Wasserstoff- und niedrigen Kohlenstoffanteils fielen deutlich weniger Schadstoffe an als bei Benzin- oder Dieselmotoren. Bei einem Erdgas-Kilo-Preis von 1,35 Mark an der Opel-Tankstelle und einem Verbrauch von durchschnittlich 5,5 Kilogramm pro 100 Kilometern sei der Kompakt-Van außerdem besonders wirtschaftlich. Hinzu komme, dass zahlreiche Erdgasversorgungsunternehmen den Kauf eines Erdgas-Fahrzeugs finanziell oder durch kostenlosen Kraftstoff unterstützten.
Die in Bochum gefertigten Zafira-Fahrzeuge werden im Opel-Werk Rüsselsheim für den Gasbetrieb umgerüstet. Im nächsten Jahr sollen nach Angaben eines Sprechers 50.000 Zafira für den Erdgas-Betrieb vom Band laufen. Die Fahrzeuge würden für den europäischen Markt produziert, vor allem für Italien, wo bereits ein leistungsfähiges Gastankstellennetz existiere.
In Deutschland sind nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft derzeit 220 Erdgas-Tankstellen öffentlich zugänglich.
dpa