Eine Gruppe von Forschern um Peter Moroshkin von der Universität von Fribourg haben nun experimentell eine Reihe dieser ungewöhnlichen, als “Exciplexe” bezeichneten Moleküle hergestellt. Dazu schlossen sie Cäsiumatome in einen Körper verfestigtem Helium ein, der durch extrem tiefe Temperaturen und hohe Drücke erzeugt worden war.
In ihrem Experiment regten die Forscher dann die Cäsiumatome mit einem Laserstrahl an und beobachteten die anschließende Fluoreszenz. Eine Analyse der Emissionslinien ergab, dass sich durch die Anregung kurzzeitig stabile Moleküle aus Cäsium- und Heliumatomen gebildet hatten.
Im einfachsten Fall bestanden diese wohl aus einer Bindung zweier Heliumatome an ein einzelnes Cäsiumatom. Die Forscher glauben jedoch, auch Anzeichen für ein Molekül mit sieben Heliumatomen gefunden zu haben. Derartige Moleküle könnten sich für die Untersuchung einer Reihe quantenmechanischer Effekte eignen.




