Um den ständig steigenden Windstromanteil zu den Verbrauchern zu transportieren, sind neue Hochspannungsleitungen nötig, hieß es bisher. Was quasi als Gesetz galt, ist überholt, wenn ein Großversuch von E.On gelingt. Der Düsseldorfer Stromriese hat mit einem Aufwand von vier Millionen Euro entlang der Stromtrasse Flensburg-Niebüll-Rendsburg sieben Messstationen für Windgeschwindigkeit und Temperatur installiert, die ihre Daten per Funk an den Versorger übermitteln. So kann ihre Übertragungskapazität genau dann erhöht werden, wenn der Wind stark weht und die norddeutschen Windräder besonders viel Strom erzeugen. Denn je kühler es ist und je stärker der Wind bläst, desto geringer heizen sich die Freileitungen auf, sodass sie mehr Strom transportieren können.





