Verschleiß früher zu erkennen
Australische Wissenschaftler haben ein neues Verfahren entwickelt, das den Verschleiß von Gummi-Produkten schnell und einfach überprüft. Beispielsweise können Schäden an Autoreifen oder Förderbänder erkannt werden bevor diese versagen. Dadurch werde die Lebensdauer der Gummi-Produkte effizienter genutzt, Unfälle vermieden sowie kosten- und zeitintensive Wartungsarbeiten eingespart, berichten Dr. Anita Hill vom Forschungsinstitut CSIRO und Dr. Maria Forsyth von der Monash University.
Altern oder Verschleiß von Gummi hat Auswirkungen auf seine Moleküle, wie beispielsweise Veränderungen in der Länge von Polymerketten. Das sogenannte “Nuclear-Magnetic-Resonance”-Verfahren (NMR) der australischen Forscher prüft diese molekularen Eigenschaften. Die zu testende Gummi-Probe wird dazu einem Magnetfeld ausgesetzt. Das Verhalten der Gummi-Moleküle im Magnetfeld zeigt den Forschern frühzeitig ob das Gummi noch intakt ist.
Die Abnutzung und Alterung von Gummi hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab und ist daher schwer vorhersehbar. “Bislang untersuchte man Gummi-Produkten viel zu spät. Erst wenn als Folge der Abnutzung Risse und Brüche auftraten konnte Verschleiß festgestellt werden”, so Hill.
Um Unfälle und lange Ausfallzeiten zu vermeiden, hoffen Hill und Forsyth bald ein handliches Gerät auf den Markt zu bringen. Dies könnte Wartungsarbeiten sehr vereinfachen sowie Kosten und Zeit einsparen.
Mathias Knaak





