Mit einem Dynamo kann nun je nach Bedarf durch Abbremsen Energie des Schwungrads abgezapft und in elektrischen Strom verwandelt werden. Kommen diese Räder im Tonnenmaßstab in Stromkraftwerken seit Jahren zum Einsatz, entstehen nun kleinere Prototypen für den mobilen Einsatz. Erste Busse und Militärfahrzeuge beziehen ihren Strom bereits aus den rotierenden Massen.
Elektrische Busse oder Züge könnten in Zukunft ihren Strom nicht aus Batterien, sondern von schnell drehenden Schwungrädern beziehen. Bei gleicher Größe und gleichem Gewicht könnten sie ein Vielfaches an Strom liefern ? verglichen mit herkömmlichen Metallhydrid- oder Bleiakkus, berichten Wissenschaftler der Universität Texas in Austin in der Fachzeitschrift “IEEE-Spektrum” (April 2002). Zudem seien sie umweltfreundlicher und mit über zwanzig Jahren Lebensdauer wesentlich haltbarer als die chemischen Stromspeicher.
Mit Energie aufgeladen werden die Stromspeicher, in dem massive Zylinderblöcke aus schweren und stabilen Metalllegierungen in Rotation versetzt werden. Rund 50.000 mal pro Minute wirbeln diese Blöcke dann um einen Titanstab herum. Ein magnetisches Drehlager verhindert nahezu jede Reibung, so dass die rotierenden Massen kaum Drehgeschwindigkeit verlieren.
ddp/bdw – Peter Prenzel





