Auf Merkur spuckten einst mehrere Vulkane. Das ergab eine Auswertung von Fotos der Raumsonde Messenger (abgekürzt von: MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging). Sie war am 14. Januar 2008 in nur 200 Kilometer Minimaldistanz an dem sonnennächsten Planeten vorbeigeflogen und hat inzwischen 1213 Bilder zur Erde gefunkt (bdw 4/2008, „Neue Blicke auf Merkur” ). Auf einigen der Fotos haben Astronomen vom Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory in Laurel, Maryland, das Messenger steuert, nun Vulkankrater aufgespürt.
Auch eine Vielzahl anderer Entdeckungen wurden kürzlich im US-Wissenschaftsmagazin Science publiziert. So zeigten Höhenmessungen, dass die Krater auf Merkur halb so tief sind wie auf dem Mond – bedingt durch die größere Schwerkraft des Planeten. Merkurs zentraler Kern macht mehr als 60 Prozent der Gesamtmasse des Planeten aus – das ist mindestens doppelt so viel wie bei jedem anderen bekannten Planeten.
Erstmals konnten die Forscher auch die Teilchen in Merkurs äußerst dünner Atmosphäre charakterisieren – darunter sind Silizium-, Natrium-, Schwefel- und sogar Wasser-Ionen. Der Sonnenwind hat sie aus der Merkur-Oberfläche herausgeschlagen. Sie sind so selten, dass sie eher auf der Oberfläche des Planeten auftreffen als miteinander zu kollidieren.





