Tests an Versuchspersonen, die mit harmlosen Bakterien bestrichen wurden, zeigten, dass die neue Vorrichtung fünfzigmal besser arbeitet als nicht aufgeladene Sprays. Law zufolge reichen hundert Milliliter pro Person zur Dekontamination, wobei nur zwanzig Milliliter nicht ihr Ziel erreichen.
Law arbeitete bislang an Sprühvorrichtungen, die Pestizide besser auf Ackerpflanzen oder Farbe auf Autos verteilten.
Mit einem neuartigen Gerät will Edward Law von der University of Georgia Opfern von Anschlägen mit biologischen oder chemischen Waffen helfen. Auf der Tagung des britischen Institute of Physics wird Law am kommenden Donnerstag seinen Sprühapparat vorstellen, mit dem bis zu 90 Personen pro Stunde dekontaminiert werden können.
Aus mehreren Düsen sprüht der Apparat, der Metalldetektoren an Flughäfen ähnelt, einen elektrostatisch aufgeladenen Nebel aus einem Desinfektionsmittel, einer antibakteriellen Substanz oder einem Gegengift auf die nackte Haut. Weil der Nebel elektrostatisch aufgeladen ist, verteilt er sich gleichmäßig über den Körper und gelangt auch zu schwer zugängliche Körperregionen, etwa zu den Achselhöhlen oder den Leisten. “Der Apparat kann die Haut schnell und effektiv reinigen, ohne große Mengen giftigen Abfalls zu produzieren”, sagt Law.
Ute Kehse





