Dazu modellierten die Forscher dieses Problem mit Hilfe eines komplizierten Algorithmus, der die Wechselwirkungen zwischen den Atomen der Röhre und dem Projektil relativ genau widerspiegelt. Das Ergebnis ist wahrhaft überraschend ? die Röhrchen konnten selbst Projektilen mit Geschwindigkeiten von bis zu 2.000 Metern pro Sekunde standhalten. In Handfeuerwaffen etwa werden Kugeln auf Geschwindigkeiten im Bereich von 1.000 Metern pro Sekunde beschleunigt, in Gewehren zumeist auf 1.500 Meter pro Sekunde.
Die Widerstandskraft ist der Studie nach am größten, wenn das Projektil auf das Zentrum der Röhre geschossen wird. Zudem können die Röhrchen selbst einem Kugelhagel widerstehen, wenn das Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einschlägen groß genug ist, so dass die aufgenommene Energie an die Umgebung abgegeben werden kann.
Zhang schätzt, dass mit Kohlenstoffnanoröhren versetzte Westen mit einer Dicke von nur wenigen Millimetern auskommen werden. Die Forscher suchen nun nach Partnern, um Prototypen der Weste herzustellen.





