Durch ein Rastertunnelmikroskop betrachtet, erkannten sie, dass sich rund zehn Milliarden dieser Fasern auf nur einem Quadratzentimeter exakt senkrecht aufgestellt nebeneinander reihten. Erste Versuche zeigten, dass diese bis zu zehn Mikrometer (Millionstel Meter) langen Nanofasern für einen winzigen Laser genutzt werden können, der Lichtteilchen, so genannte Photonen, aussendet. Mit diesem ultravioletten Licht mit der Wellenlänge von 385 Nanometern bräuchten in einem zukünftigen Computer die Daten nicht mehr über die relativ langsamen Elektronen verarbeitet werden, sondern lichtschnelle Photonen könnten in einem optischen Computer-Chip die digitalen Informationen aus Nullen und Einsen transportieren. “Die chemische Flexibilität und die Eindimensionalität machen diese Nanofasern zu idealen und winzigen Laserlichtquellen”, so Huang.
Gelingt es den Forschern, auf der Basis von Zinkoxid solche nur Nanometer großen Laser zuverlässig herzustellen, könnten sie auch für günstige, innovative Analysegeräte genutzt werden. Denn nahezu jede chemische Substanz reagiert auf einen einfallenden Lichtstrahl anders. Das spezifische Absorptionsverhalten einer Substanz kann quasi als eindeutiger Fingerabdruck einer Chemikalie dienen. Mit einer ganzen Reihe solche Nanolaser auf einem Analyse-Chip könnten sowohl neue Wirkstoffe in der Medizin schneller entdeckt als auch Boden- oder Gewässerproben besser untersucht werden.




