Eine neue Technik zur Übertragung von Musik durch das Internet könnte zu enormen Verbesserungen der Qualität führen. Bei der neuen Technik werden Audiodaten, für die das menschliche Gehör besonders empfänglich ist, bevorzugt übertragen.
Damit sollen Bandbreitenengpässe und das damit verbundene Stocken des Musikflusses der Vergangenheit angehören. Dies berichten amerikanische Forscher am Rande der Internationalen Konferenz für Akustik, Sprache und Signalverarbeitung in Salt Lake City.
Bei ihrer Übertragungstechnik machen sich die Forscher aus Washington einen subtilen Effekt des menschlichen Gehörs zu Nutze: längere und langsamere Komponenten des Schallspektrums werden bevorzugt wahrgenommen. Genau diese Komponenten überträgt die neue Technik mit höherer Priorität als weniger wichtige, so dass auch bei langsamen Verbindungen der Musikfluss aus der Telefonleitung nicht unterbrochen wird. Ein lokaler Zwischenspeicher für die Musik wie beispielsweise bei MP3 ist dabei nicht notwendig. Der Verlust weniger wichtiger Schallkomponenten kann dabei in Kauf genommen werden – Unterschiede könnten nur Musiker ausmachen, sagen die Forscher.
Stefan Maier





