Den Forschern zufolge lassen sich die Partikel einfach und günstig herstellen und könnten bei einem breiten Spektrum von Materialien zum Einsatz kommen. Sie lassen sich beispielsweise einfach in den Produktionsprozess von Gütern integrieren. Auch extreme Temperaturen, Sonnenlicht oder mechanische Belastung können den Partikeln kaum etwas anhaben, sagen die Forscher. Darüber hinaus lassen sich spezielle Sensor-Bestandteile in sie einarbeiten, die Aufzeichnungen über die Bedingungen liefern, denen sie ausgesetzt waren. Beispielsweise ließe sich so nachweisen, ob Impfstoffe ungünstigen Lagertemperaturen ausgesetzt waren, sagen Doyle und seine Kollegen.
Fälschungen mit dem Smartphone entlarven
Die Streifen der Partikel entstehen durch Bereiche unterschiedlicher Nanokristalle, die sogenannte seltene Erden enthalten. Diese Elemente sorgen bei unterschiedlichen Mischungen für die verschiedenen Farbeffekte bei Bestrahlung mit speziellen Wellenlängen. Bisher haben die Forscher neun Farben entwickelt, es seien aber viele weitere möglich, betonen sie. Mit Partikeln, die sechs Streifen besitzen, seien bereits eine Million Farbkombinationen möglich. Kombiniert man nun noch unterschiedlich gestreifte Partikel miteinander, um einem Objekt Identität zu verpassen, sind die Möglichkeiten grenzenlos, sagen die Forscher.
Ein großer Vorteil des Systems ist, dass die Informationen der Partikel-Codes sehr einfach erfasst werden können. Keine aufwendigen Decoder sind dafür notwendig – eine Smartphone-Kamera ausgerüstet mit einem zwanzigfach vergrößernden Objektiv und ein Laserpointer reichen aus, um die winzigen Informationsträger zu erfassen. Die Forscher entwickeln nun gerade eine passende Smartphone-App, die automatisch die Streifen-Codes auswerten und ein Produkt dadurch identifizieren kann.Möglicherweise brechen also bald schwere Zeiten für Fälscher und Betrüger an.





