Nicht nur in der Lebensmittelindustrie, Pharmazie oder Baustoffindustrie hängen die Eigenschaften eines Produkts deutlich davon ab, wie die gemahlenen Ausgangsstoffe vorliegen. Denn je feinkörniger das Pulver ist, desto höher ist seine Bereitschaft, sich zu einem festen Körper in neuer Form zusammenzuballen.
Eine Maschine, die mit gepulsten Schallwellen Feststoffe aller Art in sehr feines Pulver zerkleinert, stellt die Münchner Fraunhofer-Patentstelle und das Maschinenbauunternehmen Krause-Hilger vom 7. April an auf der Hannover-Messe vor. Das neue Gerät arbeitet mit zwei gegenläufig rotierenden Scheiben, die nahezu Schallgeschwindigkeit erreichen. Darauf sind mehrere stromlinienförmige Stahlkörper befestigt, die mit ihrem Profil ein genau bekanntes Druckgefälle in der umströmenden Luft erzeugen. Gerät ein Feststoff in die Nähe, wird er von innen auseinandergerissen.
Das Besondere an dem Verfahren ist, dass der Druckimpuls auf die Resonanzfrequenz des zu zerkleinernden Feststoffes abgestimmt wird, teilt die Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung mit. Auf diese Weise kann das “nanofractor” genannte Gerät bis zu 500 Kilogramm Pulver pro Stunde mit Korngrößen von nicht einmal einem Mikrometer herstellen.
ddp/bdw ? Felicitas Eckrich





