Organische Elektronik ist nicht nur in Dresden ein großes Thema. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) forschen Alexander Colsmann und seine Arbeitsgruppe seit neun Jahren an organischer Photovoltaik. Sie wollen die Effizienz der Solarzellen aus Kunststoff steigern und eine bessere Langzeitstabilität der Materialien erreichen. „Der Vorteil dieser Solarzellen ist, dass sie auf nahezu allen Oberflächen verwendet werden können – auch auf gekrümmten. Das geht mit der herkömmlichen Siliziumtechnologie nicht”, erklärt Colsmann. Während die Dresdner Forscher die Solarzellen mithilfe von Vakuumprozessen auf die jeweiligen Oberflächen aufbringen, werden sie am KIT mit einfachen Druck- und Beschichtungsverfahren aufgetragen. Die Herstellung ähnelt dem Siebdruck oder Sprühbeschichtungen: Die Schichten werden nacheinander auf Kunststoff-Träger abgeschieden, sodass die Solarfolien mechanisch flexibel bleiben. Colsmann geht davon aus, dass organische Solarzellen in etwa zehn Jahren auf Hausdächern und -fassaden zu sehen sein werden. Den Einstieg in diese Technologie erwartet er jedoch in Gestalt von Bildschirmen oder Leuchtmitteln.





