Fachleute halten eine Früherkennung, bdw berichtete, von Legasthenie für außerordentlich bedeutsam. Die in der Regel normal oder sogar überdurchschnittlich begabten Kinder könnten nämlich mit rechtzeitiger und gezielter Hilfe das gleiche Lernpensum wie ihre nicht lernbehinderten Altersgefährten bewältigen.
Eine militärische Technologie soll künftig dazu genutzt werden, bei britischen Kindern Legasthenie bereits im Vorschulalter zu erkennen. John Stein von der Oxford University hat in seinen Forschungsarbeiten einen Zusammenhang zwischen Augenbewegung und der Ausprägung der Lernbehinderung entdeckt. Eine Spezialbrille könnte nun eine Erkennung der Lese-Rechtschreibschwäche bei Kindern auf breiter Ebene ermöglichen. Bisher unterstützt diese Brille Jetpiloten dabei, Computer besser zu beherrschen und Waffen präziser zu steuern.
Kern des Systems ist ein Linsenpaar, das dem Träger exakt in seiner Augenbewegung folgt. So wurde es beispielsweise dafür genutzt, die Instrumententafeln von Kampfflugzeugen für die Piloten zu optimieren. Was sich in den extremen Bedingungen des Überschallflugs bewährt hat, kann auch für den Einsatz bei Vorschulkindern angepasst werden, ist sich ist Eric Scargill von der britischen Defence Evaluation and Research Agency sicher.
Marion Herzog





