Wird eine Substanz Röntgenstrahlung ausgesetzt, so gibt sie einen Teil der Strahlung wieder ab, die sich aber mit der chemischen Zusammensetzung dieser Substanz ändert. Anhand dieser abgegebenen Wellenlängen lässt sich erkennen, welche chemischen Elemente in welcher Form enthalten sind. Der tragbare Röntgendetektor gibt nun die Daten, die er am Ort eines Verbrechens gesammelt hat, an einen Computer weiter.
Ein Röntgendetektor könnte der Polizei die Spurensicherung künftig enorm erleichtern. Das tragbare Gerät, das amerikanische Forscher auf der Basis von Nasa-Technologie zurzeit entwickeln, soll noch am Tatort ohne aufwändige Laboruntersuchung den Ermittlern anzeigen, ob beispielsweise Spuren von Blut, Samen oder von einem Schuss zu finden sind. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (5. Oktober, S. 12).
Die Röntgentechnik, mit der schon die Nasa-Sonde “Near” Röntgenbilder aufgenommen hat, eigne sich vor allem, um Chemikalien aufzuspüren, die beim Zünden eines Schusses freiwerden. Doch auch für die Entdeckung von Blut- und Samenspuren könnte das Gerät eingesetzt werden, sagen Jacob Trombka vom Goddard-Raumfahrtzentrum der Nasa in Greenbelt und seine Kollegen. Ein großer Vorteil des Röntgendetektors liege zudem darin, dass die Probe im Gegensatz zu gängigen Methoden nicht zerstört wird.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





