von Michael Vogel
Jedes Jahr werden in den Häfen der Europäischen Union mehr als 90 Millionen Frachtcontainer umgeschlagen. Das Gros davon enthält legale Waren, aber auch das organisierte Verbrechen nutzt Container zum Schmuggeln – etwa von Betäubungsmitteln, Sprengstoffen, Alkohol, Tabakwaren, radioaktivem Material oder sogar Menschen. Die schiere Menge der großen Transportbehälter macht es für das Sicherheitspersonal unmöglich, jeden einzelnen händisch zu überprüfen. Laut einem Bericht der europäischen Polizeibehörde Europol sowie des gemeinsamen Lenkungsausschusses für Sicherheit der Häfen Antwerpen, Hamburg und Rotterdam erfolgt eine solche Kontrolle lediglich bei zwei bis zehn Prozent der Container. Ansonsten durchlaufen die Behälter eine teilautomatisierte Routinekontrolle. Diese erfolgt mit Detektoren, die radioaktive Strahlung erfassen, oder mit Röntgentomographie-Geräten, die im Idealfall das Innenleben eines geschlossenen Frachtbehälters Schicht für Schicht dreidimensional rekonstruieren können.





