Die Forscher glätten derzeit gefräste und erodierte Werkzeugstähle mit gepulsten oder kontinuierlichen Lasern. Künftig soll dies auch mit anderen Metallen und nichtmetallischen Stoffen möglich sein. Die Wissenschaftler wollen ihr System auf der Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung EuroMold vom 28. November bis 1. Dezember 2001, in Frankfurt/Main präsentieren.
Kunststoffteile, die per Spritzguss hergestellt werden, dürfen keine scharfen Spitzen oder Kanten besitzen, sonst ist die Verletzungsgefahr groß. Mit Spezialschleifern und Schmirgelpasten sorgten Facharbeiter bislang in Handarbeit dafür, dass die Gussformen glatt sind und lückenlos schließen. Zehn- bis hundertmal schneller arbeitet ein neues Laserverfahren des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik (ILT) in Aachen.
In den Bereichen Form- und Werkzeugbau besteht ein hoher Bedarf an solchen automatisierten Verfahren, sagt Konrad Wissenbach vom ILT. Gemeinsam mit einem Industriepartner entwickelte Wissenbach und seine Kollegen das Polierverfahren, mit dem sich auch kompliziert geformte dreidimensionale Metallteile auf Hochglanz bringen lassen (Foto: Mit Laser poliertes Metall). Ein Laser schmilzt den Werkstoff flächig auf und verdampft mikroskopisch kleine Spitzen. Gussformen und Kunststoffteile lassen sich so nach jedem Spritzguss wieder sauber voneinander trennen.
Almut Bruschke-Reimer





