Dreifache Leistung bei einem Drittel des Gewichtes: Diese Vorteile bietet ein Prototyp einer kleinen Dünnschicht-Brennstoffzelle im Vergleich zu heutigen Lithium-Ionen-Batterien. Damit könne die Stand-by Zeit von Mobiltelefonen auf über zwei Wochen verlängert werden, so die Entwickler des Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien.
Unsere Brennstoffzelle kann günstiger, kleiner und leistungsfähiger sein als jede wiederaufladbare Batterie, meint Jeff Morse vom LLNL Center für Microtechnology Engineering. Für ihr patentiertes Design kombinierten die Entwickler die Herstellungsprozesse für Mikrochips mit so genannten Mikro-Elektrisch-Mechanischen Systemen (MEMS). In mehreren dünnen Schichten setzten sie Elektroden und Katalysator-Elemente übereinander. Durch die winzigen Kanäle der kleinen Brennstoffzelle wird Methanol geleitet, das mit dem Sauerstoff der Luft zu Wasser reagiert und dabei elektrischen Strom erzeugt. Der Fluss an Methanol werde dabei über integrierte Kontroll-Einheiten gesteuert. Eingebaute Widerstands-Heizwendeln bringen den Katalysator auf die optimale Betriebstemperatur.
In dieser MEMS-Technologie sieht Morse einen vielversprechenden Konkurrenten für alle wiederaufladbaren Batterien, die derzeit auf dem Markt sind. Die Kosten pro Wattstunde schätzt er auf maximal drei US-Dollar ab. Ein wesentlicher Vorteil sei die schnelle Ladezeit ? man muss nur einen kleinen Methanol-Tank auffüllen oder einfach austauschen. Der Herstellungspreis könne nach Meinung von Morse etwa auf die Hälfte der Kosten von Lithium-Ionen-Batterien gedrückt werden.
Jan Oliver Löfken





