Wissenschaftlern der Technischen Universität Braunschweig ist es weltweit erstmals gelungen, Informationen mit Terahertz-Strahlen zu übermitteln – 1 Terahertz entsprechen 1000 Gigahertz. Dazu entwickelte das Team um Martin Koch und Thomas Kleine-Ostmann spezielle Modulatoren. Die Bauteile dienen in der Nachrichtentechnik dazu, durch die Beeinflussung von Amplitude, Frequenz und Phase einer hochfrequenten Trägerschwingung ein Signal aufzuprägen. Die neuen Modulatoren wurden von den Wissenschaftlern in ein Sender-Empfänger-System integriert und von Musik aus einem CD-Spieler angesteuert. Das Signal, das beim Empfänger ankam, wurde von einem Lautsprecher wiedergegeben. Die Musik hatte zwar nur Telefonqualität, doch für die Forscher ist ihr Erfolg ein wichtiger Schritt hin zu einem drahtlosen Terahertz-Kommunikationssystem. Hintergrund ist der steigende Bedarf an Bandbreite für die mobile Kommunikation, der in Zukunft höhere Trägerfrequenzen erfordern wird. Handys arbeiten gegenwärtig im Bereich von 1 bis 2 Gigahertz, andere Systeme zur drahtlosen Vernetzung wie Wireless-LAN nutzen dagegen Frequenzen zwischen 2,4 und 5 Gigahertz.





