Vogt will nun Zeolithe unter Druck erweitern und sie beispielsweise giftige Chemikalien aufnehmen lassen. Lässt der Druck dann nach, wären diese in den engen Poren sicher eingeschlossen.
Ein britisch-amerikanisches Wissenschaftlerteam hat Materialien entdeckt, die sich unter extremem Druck ausdehnen, anstatt zusammengepresst zu werden. Mit diesen “Schwämmen” ließen sich etwa Chemikalien oder radioaktive Stoffe aufsaugen, berichten die Forscher um den Physiker Thomas Vogt in einer Presseerklärung des Brookhaven National Laboratory.
Bei den Materialien handelt es sich um so genannte Zeolithe: poröse Stoffe, die hauptsächlich aus Silizium, Aluminium und Sauerstoff bestehen und deren Kristallgitter von einem regelmäßigen Geflecht winziger Poren durchzogen ist. Die Materialforscher setzten ein Zeolith dem 8.000fachen Erdatmosphärendruck aus und stellten fest, dass sich das Material entlang zweier Dimensionen entgegen aller Erfahrung ausdehnte.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





