Eine neue Konzeptstudie für Windkraftanlagen hat die Lübecker Firma Dewind AG vorgestellt. Der Impeller Windenergy Converter (IWEC) besteht aus drei Rotorblättern, die in einem Ring zusammengefaßt sind und sich über ein Drehlager nach dem Wind ausrichten lassen. Elektrische Energie wird im Gegensatz zu konventionellen Windkraftanlagen nicht durch einen Generator im Maschinenhaus auf der Spitze des Turm erzeugt, sondern über einen ringförmigen Generator, der um die Blattspitzen des Rotors angeordnet ist.
Ein Dreibeingestell soll die Standfestigkeit des Rotors gewährleisten. Nach Angabe seiner Konstrukteure soll der IWEC mit 120 Metern Rotordurchmesser künftig einmal eine Leistung von etwa sechs Megawatt erzielen. Gegenüber herkömmlichen Windanlagen gleicher Größe weise das Konzept eine 30 bis 40-prozentige Masseneinsparung auf, was die Energieeffizienz deutlich steigere.
Momentan eingesetzte Windkraftanlagen erzeugen maximal 2,5 Megawatt, ihre Rotoren besitzen höchstens 80 Meter Durchmesser. Bis alle technischen Details geklärt sind und der IWEC in der Praxis eingesetzt werden kann, werden schätzungsweise noch etwa fünf bis zehn Jahre vergehen, so die Lübecker Ingenieure. Ungefähr 8.000 Windkraftwerke erzeugen in Deutschland derzeit etwa 6.000 Megawatt Energie, das entspricht der Leistung von rund vier Kernkraftwerken.
Almut Bruschke-Reimer





