Wie Pearson und seine Kollegen vom niederländischen Research Centre for Education and the Labour Market feststellten, rekrutieren Unternehmen nach wie vor überwiegend Fachkräfte aus dem jeweiligen Inland. Anzeichen für einen “Brain Drain”, eine zunehmende Abwanderung von wissenschaftlichen Fachkräften aus Europa gäbe es bislang nicht. Arbeitgeber in den Bereichen Forschung und Entwicklung bevorzugten bei der Einstellung zunehmend Absolventen, die neben technischem Fachwissen auch Kommunikationsfähigkeit und wirtschaftliches Verständnis vorweisen könnten. Obwohl über 50 Prozent der Hochschulabsolventen in den meisten europäischen Ländern weiblich seien, betrage der Frauenanteil in der Forschung und in Ingenieurberufen derzeit lediglich 20 Prozent, so die Studie.
Kritisch äußerten sich die an der Studie beteiligten Wissenschaftler über die Qualität der zur Verfügung stehenden Daten. Die innerhalb der EU veröffentlichten Daten über Studierende, Hochschulabsolventen und Arbeitskräfte in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Technik seien fehlerhaft und unvollständig. Sie fordern daher die Einrichtung eines europäischen Observatoriums für Wissenschaft und Technologie, das wichtige Trends und Entwicklungen beobachtet und veröffentlicht.




