Mit holographischer Lithographie und Ionenstrahlen “brannten” sie regelmäßige Furchen von nur 200 Nanometer Durchmesser in Abständen von einem halben Mikrometer in diese Schicht. Durch diese hohe Symmetrie wirkt die Struktur wie ein photonischer Kristall und geleitet mehr Lichtteilchen von den Leuchtdioden an die Oberfläche.
Mit diesem Ergebnis verbesserten die Wissenschaftler den wichtigsten von drei Effekten, auf denen die Leuchtstärke von OLEDs beruht. 20 Prozent der Lichtteilchen gelangen direkt an die Oberfläche, 30 Prozent finden diesen Weg über eine Totalreflexion und 50 Prozent müssen quasi am photonischen Händchen geführt werden, um den Weg ins Auge des Betrachters zu finden. Sonst werden sie ohne Leuchteffekt vom umgebenden Material wieder verschluckt.
Da OLEDs deutlich schneller auf elektrische Impulse reagieren als klassische Flüssigkristallbildschirme, können sie fließende Bewegungen von Filmen oder Videospielen mit höherer Qualität anzeigen. In naher Zukunft könnten sie auch die Grundlage für scharfe, farbige und sogar flexible Displays liefern.





