Mit einem Rasterkraftmikroskop konnten die Wissenschaftler dann die Leitfähigkeit an den Goldpartikeln abgreifen. Dabei erhielten sie bei Messungen an über 4.000 Goldteilchen verschiedene Werte der Leitfähigkeit, jedoch fiel auf, dass alle Werte ganzzahlige Vielfache eines Grundwertes waren. Diesen Grundwert ordneten die Forscher demnach einem einzelnen Molekül zwischen den Kontakten zu. Waren zwei Moleküle zwischen den Partikeln, so war die Leitfähigkeit doppelt so hoch, waren es drei, so war sie dreimal so hoch.
Mit dem Einspannen der organischen Moleküle zwischen Metallpartikel und dem nachfolgenden Messen der Leitfähigkeit ist es nun möglich, zum einen die Leitfähigkeit von Molekülen zu bestimmen, zum anderen auch die Anzahl der Teilchen zwischen den Kontakten zu ermitteln. Bislang war dies ein Problem auf dem Weg zur Miniaturisierung von elektronischen Komponenten gewesen. “Die Forscher konnten nie genau sagen, wie viele Moleküle sie da eigentlich zwischen den elektrischen Kontakten hatten”, erläutert Gust. In der Folge ergaben sich völlig unterschiedliche Werte beispielsweise für die Leitfähigkeit der DNA: Zwischen Isolator und Superleiter fanden die Forscher alles. Denn je nach Länge der DNA sind auch ganz verschiedene Werte möglich.





