In der Anlage soll ein neues Laser-Schweißverfahren getestet werden, das beim Zusammenfügen einzelner Batteriezellen zu fertigen Batteriesystemen zum Einsatz kommt. “Mit Lasern geschweißte Batterien haben eine höhere Lebensdauer und Qualität bei geringeren Produktionskosten”, sagt Bartmann. Diese Innovation dürfte Tesla auf den Plan gerufen haben. Und Manz liefert eine komplette Anlage, in der alle Arbeitsschritte ausgeführt werden können.
Neues Laser-Verfahren für Batterien
Das Schweißverfahren, auf das Tesla große Stücke setzt, nennt sich “Wobbling”, weil der Laser in hoher Frequenz “wackelt” – zu Englisch wobble. Dadurch werden die Metalle sehr fest verbunden, ohne dass sich die Schichten stark vermischen und spröde werden, wie es bei herkömmlichen Verfahren der Fall ist. Manz’ Maschinen erlauben es also, exakte Schweißnähte zu ziehen, die bis auf den Mikrometer genau der gewünschten Tiefe entsprechen.
Ursprünglich war Manz auf Fertigungsanlagen für Solarzellen spezialisiert gewesen, doch der Preisdruck aus China hat den Markt für hiesige Hersteller weitgehend zum Erliegen gebracht. Deshalb baute Manz früh andere Geschäftsbereiche auf, vor allem Fertigungsanlagen für Benutzerelektronik, Displaytechnologie und eben Batteriesysteme. Und in diesem Sektor erwartet das Unternehmen in den nächsten Jahrzehnten eine ähnlich dynamische Entwicklung wie in der Vergangenheit bei der Photovoltaik. Durch die vermutete Kooperation mit Tesla ist der baden-württembergische Betrieb bestens dafür gewappnet.
Davor hat Manz bereits für ein amerikanisches Großunternehmen gearbeitet: Für den Primus der Unterhaltungselektronik Apple haben die Reutlinger eine Fertigungslinie für Displayteile gebaut. Die stecken nun in Apples iPad.





