Obwohl bei diesen Versuchen bisher mehr Energie verbraucht als gewonnen wird, hoffen die Forscher auf Erfolge mit dem Fusionsreaktor, der bis 2003 am Lawrence Livermore National Labortory in Kalifornien in fertiggestellt sein soll. Insgesamt 192 Laser sollen dann auf einen tiefgekühlten Wasserstoffball gerichtet sein. Bei Temperaturen von über 50 Millionen Grad könnte die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium länger anhalten.
Deutsche Fusionsforscher setzen auf ein anderes Prinzip. So entsteht zur Zeit in Greifswald der Testreaktor “Wendelstein 7-X” vom Typ “Stellarator”. Brennstoff ist dabei ein dünnes ionisiertes Gas, ein so genanntes “Plasma” aus den Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium. Zum Zünden des Fusionsfeuers soll das Plasma in starke Magnetfelder eingeschlossen und auf hohe Temperaturen über 100 Millionen Grad aufgeheizt werden.
Die dort gewonnenen Erkenntnisse könnten beim Bau des Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor Iter genutzt werden. Dieser Testreaktor wird zur Zeit in weltweiter Zusammenarbeit von europäischen, japanischen und russischen Fusionsforschern gemeinsam geplant. Bei einer Fusionsleistung von 500 Megawatt soll er erstmals für eine längere Zeit – etwa fünf Minuten – brennendes und energielieferndes Plasma erzeugen. Als mögliche Standorte kommen Frankreich, Kanada oder Japan in Frage.




