Erste Röntgenbilder von einer Hand und einem Fisch zeigen, dass die Nanoröhrchen die gleiche Qualität liefern, wie Aufnahmen mit einem Standardgerät.
Nanoröhrchen aus Kohlenstoff könnten Röntgenaufnahmen schärfer machen und den Energieverbrauch senken. Dies berichtet das Forscherteam um Otto Zhou von der University of North Carolina at Chapel Hill im Fachmagazin “Applied Physics Letters” (Bd. 81, S. 355). Ihnen gelang es mit Nanoröhrchen energiereiche Elektronen zu produzieren, die Röntgenstrahlen erzeugen, wenn sie auf Metall treffen.
Herkömmliche Geräte benötigen für diesen Prozess Temperaturen um 1500 Grad Celsius, die Nanoröhrchen arbeiten bei Raumtemperatur. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile. Die Geräte können kleiner konstruiert werden, da sie keine Kühlung brauchen und verbrauchen weniger Energie. Zhou meint, dass sie mit der neuen Methode vielleicht auch schärfere Bilder erhalten, da Nanoröhrchen Elektronen gezielter aussenden können als bisher übliche Kathoden.
Barbara Witthuhn





