Die Kühlkette wird unterbrochen
Wenn insbesondere Tiefkühlprodukte auf ihre Reise vom Hersteller zu den Händlern gehen, sorgen meistens spezialisierte Kühlspeditionen für den sicheren Transport. Doch unterwegs gibt es kritische Punkte: die Umschlagspunkte. Die Spedition holt die Ware beim Hersteller ab und transportiert sie in der Regel zu einem Zentrallager im Handel. Dort kommt es zu einer Zwischenlagerung in speziellen Kühlräumen. Die Mitarbeiter im Zentrallager kommissionieren dann die Waren je nach Bestellungen aus dem Handel.
Damit es bei der Zwischenkommissionierung nicht zu einer Unterbrechung der Kühlkette kommt, steht eine Temperaturschleuse zur Verfügung. Sind die Produkte im Kühl- oder Tiefkühl-Lkw verladen, gehen sie auf den Weg in den Lebensmittelhandel. Auch dort gibt es Tiefkühlräume, die eine unterbrechungsfreie Tiefkühlkette gewährleisten sollen. In manchen Supermärkten gibt es keine Möglichkeit der Zwischenlagerung, weil alle Produkte direkt in die Tiefkühlinseln der Verkaufsräume einsortiert werden. Hier kann es leicht zu einer Unterbrechung der Kühlkette kommen, wenn es beispielsweise im Sommer sehr heiß ist und die Produkttemperatur sich dadurch sehr schnell verändert.
Der Transport über sehr lange Strecken
Der Transport von frischen und Tiefkühlprodukten über sehr lange Strecken, häufig über mehrere Ländergrenzen hinweg, kann zu einer noch größeren Herausforderung werden. Jedes Jahr werden viele Tonnen frische Lebensmittel, wie Obst und Gemüse oder Fleisch, aus Übersee in die EU importiert, beispielsweise Bananen aus Ecuador, Rindfleisch aus Argentinien und Brasilien oder Orangen aus Afrika. An den Grenzübergängen kann es teilweise zu längeren Wartezeiten kommen. Im Sommer stehen dann die Kühl- und Tiefkühlfahrzeuge stundenlang in der Sonne.
Auch beim Transport mit dem Kühlcontainer via Frachtschiff stellt die Temperatur eine große Herausforderung dar. Die Containerschiffe sind tagelang unterwegs. Um hier eine permanente Kühlkette sicherzustellen, brauchen die Tiefkühl- und Kühlcontainer eine spezielle Energieversorgung. Sogenannte Gensets sind hier eine gute Möglichkeit. Dabei handelt es sich um dieselbetriebene Aggregate, die den Container über einen längeren Zeitraum mit der notwendigen Energie versorgen können. Auf Containerschiffen werden die Gensets dabei i.d.R. mit dem Schiffsstrom angetrieben. Bei Umschlagssituationen sowie Reisen per LKW ist dagegen der Diesel-Betrieb geläufiger. Der Diesel-Betrieb eines Gensets hält mit einer Befüllung – je nach Außentemperatur, Temperatur der Ware sowie der eingestellten Soll-Temperatur am Generator selbst – bis zu fünf Tage. So bleibt die Temperatur der Waren über längere Strecken konstant.





