Dort werden besonders viele kurzlebige, massive Sterne geboren, die in gewaltigen Supernovaexplosionen zugrunde gehen. Bei diesen Explosionen werden unter anderem Protonen erzeugt, die seit einiger Zeit im Verdacht stehen, das Erdklima zu beeinflussen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie die Bildung niedriger Wolken anregen, die wiederum das Klima abkühlen.
Shaviv und Veizer ziehen aus ihren Ergebnissen den Schluss, dass das Treibhausgas Kohlendioxid das Klima auf der Erde über längere Zeiträume nur wenig bestimmte. Mindestens zwei Drittel des Temperaturverlaufs in den letzten 500 Millionen Jahren gingen auf Kosten der kosmischen Strahlung, berichten die beiden. “Das ist keine Entschuldigung dafür, Ressourcen zu verschwenden”, sagt Nir Shaviv. “Aber der Punkt ist, dass Kohlendioxid nicht so ein Bösewicht ist, wie viele sagen.”
Klimaexperten stehen der Studie skeptisch gegenüber. Sie weisen darauf hin, dass die Daten zum Temperatur- und CO2-Verlauf für solch lange Zeiträume unsicher sind.




