Eine neue Technik soll Autofahrten mit Navigationssystemen sicherer machen: Ein Projektor wirft dem Fahrer das Bild eines vorausfahrenden virtuellen Fahrzeugs auf die Windschutzscheibe. Dieser Projektion braucht der Autofahrer nur noch nachzufahren. Damit entfällt der ablenkende Blick auf ein seitlich montiertes Navigationsdisplay, erläutert Microsoft-Entwickler Richard Brass, der das System zusammen mit Kollegen zum Patent angemeldet hat.
Um die transparente Projektion vom richtigen Verkehr zu unterscheiden, hat der vorausfahrende Geisterwagen die Konturen und Farbgebung eines Cartoons. Im Prinzip kann der Fahrer dem Geisterwagen wie in einem Konvoi nachsteuern. Autofahrer würden durch das neue Verfahren deutlich entlastet, schreiben die Microsoft-Forscher in ihrer Patentschrift. Insbesondere ältere Fahrer könnten davon profitieren.
Navigationsempfehlungen und weitere Hilfestellungen könnten direkt in das Bild eingeblendet werden: Soll der Fahrer beispielsweise bremsen, weil die Geschwindigkeit in der Autobahnausfahrt noch zu hoch ist, so leuchten im Bild rote Bremslichter auf. Auch die Größe des Bildes, Farbkodierungen oder das Betätigen der Blinker könnten Fahrzeughersteller nutzen, um Informationen an den Fahrer weiterzugeben.
New Scientist, Online-Dienst
ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer





