Laseruntersuchung mit russischen Satelliten
Mit einem Laser, der auf einem geostationären Satelliten montiert ist, wollen Wissenschaftler der Russischen Akademie der Wissenschaften den Zusammenhang zwischen der Klimaerwärmung und dem Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre untersuchen. Neben der direkten Messung in der Atmosphäre hat diese Methode den Vorteil, dass die notwendigen Instrumente schon auf einigen Wettersatelliten installiert und deshalb keine neuen Satelliten nötig sind.
Laut G. M. Strelkov wird der Laser auf dem geostationären Satelliten Licht mit zwei bestimmten Wellenlängen ausstrahlen, die nur vom Kohlendioxid-Molekül absorbiert werden. Durchdringt der Laserstrahl die Atmosphäre, so wird ein Teil des Lichtes dadurch geschwächt. Er trifft dann auf einen Detektor, der sich auf einem anderen Satelliten befindet. Aus der Höhe der Schwächung lässt sich die Konzentration des Kohlendioxides direkt bestimmen. Ebenfalls mit dem Laser wollen die Wissenschaftler die Temperatur der Atmosphäre bestimmen.
Strelkov ist überzeugt, dass sich mit dieser Methode die Kohlendioxidkonzentration und die Entwicklung der Atmosphärentemperatur genauer bestimmen lassen, was zur Klärung des Treibhauseffektes beiträgt. Denn meist wird die Konzentration der Treibhausgase von der Erdoberfläche aus gemessen, wobei es störende Einflüsse in den unteren atmosphärischen Schichten geben kann. Der Vorteil dieser Methode ist jedoch, dass die Messungen ohne Störungen in der Atmosphäre direkt stattfinden.
Katja Bammel





