Im Prinzip gilt: Je mehr Leistung man seinen Lautsprecherboxen abverlangt, desto größer müssen sie sein. Der Grund liegt in der Mechanik und der Geometrie der Lautsprechermembranen. In den Boxen setzen die Lautsprechermembranen das elektronische Signal von der CD in Bewegung der Luft – also in Töne – um. Je größer die Membranoberfläche ist, umso stärker kann sie schwingen und umso mehr Luft kann sie bewegen. Wie schnell sich eine Lautsprechermembran bewegt, wird dabei von der Tonfrequenz bestimmt – wie stark sie sich bewegt, von der Boxengeometrie.
Hebt sich eine für tiefe Töne zuständige Membran bei 100 Hertz etwa um einen Zentimeter, müsste sie sich für 50 Hertz bei gleicher Leistung schon um 4 Zentimeter heben und für den 20 Hertz-Ton um 16 Zentimeter. „Das ist technisch mit kleinen Membranen, wie sie in kleinen Boxen eingebaut sind, schlicht nicht machbar”, sagt Günther Nubert, Geschäftsführer des Boxenherstellers Nubert Speaker Factory in Schwäbisch Gmünd. Daher kann man kleinen Boxen tiefe Töne guter Qualität nur mit geringerer Leistung entlocken. Zwar lässt sich mit elektronischen Mitteln die Leistung verstärken, aber die Leistung großer Boxen erreicht man damit nicht.
Menschen hören im Schnitt in einem Frequenzbereich zwischen 20 Hertz und 20 Kilohertz. Fehlen in der Musik die hörbaren tiefen Töne, so nimmt man das als störend wahr. Sollen die tiefen Töne besser zur Geltung kommen, muss eben auch die Box größer sein.





