Mögliche Anwendungsgebiete von Kletterrobotern sind neben dem Inspizieren und Reinigen von Häuserfassaden beispielsweise auch Arbeiten in großer Höhe und an schwer zugänglichen Stellen in der Werftindustrie. FALCO und ALFRED treten in Karlsruhe gegen englische, italienische und russische Konkurrenz an. Ausschlaggebend für den Erfolg sind Umgebungswahrnehmung, Bewegungskontrolle und eigenständige Aktionsfähigkeit.
Die Kletterroboter FALCO und ALFRED, die im Rahmen einer studentischen Praktikumsgruppe am Institut für Technische Informatik der Medizinischen Universität Lübeck entwickelt wurden, nehmen am 25. September an einem internationalen Kletterwettbewerb in Karlsruhe teil. Der Wettbewerb im Erklimmen senkrechter Flächen wird im Rahmen der 4th International Conference on Climbing and Walking Robots veranstaltet.
Die Namen der Prototypen sind Abkürzungen. FALCO steht für “Fast Autonomous Lightweight Climbing Object” und ALFRED für “Autonomous Lightweight Flexibly Running Experimental Device”. Die beiden Kraxelkünstler bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem halben Meter pro Sekunde in die Höhe. Spezielle Saugtechniken halten sie an der Wand. Mit 20 Umgebungsmessungen in der Sekunde und einer Neigungssensorik sind sie in der Lage, zentimetergenau zu manövrieren. Außerdem können sie Hindernissen ausweichen und Zielobjekte erkennen und ansteuern.
Irina Lorenz-Meyer





