Dem kleinsten Motor der Welt haben amerikanische Forscher nun einen Schalter verpasst. Der nur 14 Millionstel Millimeter große Drehmotor lässt sich damit nach Belieben ein- und ausschalten, berichten die Wissenschaftler in einer Vorabpublikation im Fachmagazin “Nature Materials”.
Das Team um Carlo Montemagno von der Universität Kalifornien in Los Angeles borgte sich den Motor aus der Natur. In Zellen produziert das Drehmolekül “ATP-Synthase” den natürlichen Treibstoff ATP. Dieses Eiweißmolekül befestigten die Forscher auf einer Metalloberfläche und brachten damit schon vor zwei Jahren Minirotoren in Schwung.
Jetzt klaubten die Forscher wiederum aus Zellen einen natürlichen Schalter und hängten ihn an den Motor. Der Schalter lässt sich mit Zink bedienen: Geben die Forscher Zink zu, verändert er seine Form und hält dadurch die Rotoren an. Mit Kügelchen, die das Zink aufsammeln, bringen die Wissenschaftler den Motor wieder zum Laufen.
Solche Minimotoren könnten in Zukunft viele Aufgaben erfüllen: Mini-U-Boote ließen sich damit betreiben, die in der Blutbahn zirkulieren und den Gesundheitszustand eines Patienten überwachen oder kranken Zellen gezielt Medikamente verabreichen. Auch an elektrische Schaltkreise und Solaranlagen denken die Forscher.
ddp/bdw – Marcel Falk





