Magnetische Stellglieder, sogenannte Aktoren, sollen die Flugzeuge der Zukunft sicherer, leichter und leiser machen. Daran arbeiten Wissenschaftler der Universität Saarbrücken beim EU-Projekt MESA (Magnetostrictive Equipment for More Electric Aircraft). Aktoren aus magnetisiertem Metall sollen die Hydraulik ersetzen, die bislang die Steuerruder von Flugzeugen oder die Rotorblätter von Hubschraubern einstellt. Sie enthalten einen Stab aus Terfenol – einer Legierung aus Eisen und seltenen Erden – und eine Drahtspule. Wenn Strom durch die Drahtspule fließt, wird der Metallstab länger. Dadurch kann ein Aktor gerade oder kreisende Bewegungen ausführen und hydraulische Funktionen übernehmen. Chris May von der Universität Saarbrücken sieht zwei Anwendungen für Aktoren. Einmal als Motor, der elektronische Steuerbefehle empfängt und die Steuerruder oder die Rotorblätter einstellen könnte. Dann zur Lärmminderung: Aktoren unter der Außenhaut eines Flugzeuges könnten Gegenvibrationen erzeugen, deren Schwingungen genau spiegelverkehrt zu den Lärmschwingungen verlaufen, die Triebwerke oder Klimaanlagen verursachen. Beide akustische Schwingungen würden sich dann aufheben – und die Passagiere würden nicht mehr vom permanenten Rauschen der Klimaanlage oder heulenden Triebwerken belästigt.





